Mit necta.one stellt unser Partner necta Group eine Plattform vor, die weit mehr ist als ein klassisches System für Warenwirtschaft. Sie versteht sich als digitales Fundament, auf dem Einkauf, Lager, Produktion und Auswertung nicht nebeneinander existieren, sondern nahtlos ineinandergreifen. Genau hier setzt auch das folgende Interview mit Klaus Dittel, Leitung Produktmanagement bei necta, an.

Im Gespräch wird deutlich, wie konsequent necta.one den Gedanken der durchgängigen Prozesswelt verfolgt: weg von isolierten Insellösungen, hin zu einer zentralen, vernetzten Datenbasis. Für Betriebe in der Gemeinschaftsverpflegung bedeutet das mehr Transparenz, weniger Reibungsverluste und spürbare Entlastung im Alltag. Klaus Dittel gibt spannende Einblicke, wie aus Daten echte Steuerungsimpulse werden und warum eine offene, skalierbare Plattform in Zukunft zum entscheidenden Erfolgsfaktor wird.

1. Sie bezeichnen necta.one als „Fundament digitaler Warenwirtschaft“. Was bedeutet das konkret für Betriebe im Alltag?

Klaus Dittel: Wenn wir von einem „Fundament“ sprechen, meinen wir die technologische Grundlage, auf der alle Prozesse im Betrieb aufbauen. Im Alltag bedeutet das: Einkauf, Lager, Produktion und Auswertung greifen ineinander, statt nebeneinander zu laufen. Daten entstehen nicht mehrfach in verschiedenen Systemen, sondern sind einmal vorhanden und überall nutzbar. Für Betriebe heißt das konkret: weniger Abstimmung, weniger Fehlerquellen und eine deutlich bessere Steuerbarkeit im täglichen Geschäft.

2. Viele Einrichtungen arbeiten noch mit Excel oder Insellösungen. Wo stoßen diese Ansätze an ihre Grenzen – und was macht necta.one grundlegend anders?

Klaus Dittel: Excel und Insellösungen funktionieren oft so lange, bis Komplexität entsteht. Sobald mehrere Standorte, Lieferanten, Systeme oder Anforderungen zusammenkommen, entstehen Medienbrüche, doppelte Dateneingaben und inkonsistente Informationen. Das kostet Zeit und führt zu Fehlern. necta.one geht hier einen anderen Weg: Wir schaffen eine durchgängige Plattform, die Prozesse verbindet. Ziel ist nicht, einzelne Schritte zu optimieren, sondern den gesamten Prozess sauber abzubilden.

3. Welche Effizienzgewinne können Betreiber realistisch erwarten – insbesondere vor dem Hintergrund von Personalmangel und steigenden Kosten?

Klaus Dittel: Die größten Effizienzgewinne entstehen dort, wo heute noch viel manuell passiert. Das betrifft vor allem Bestellung, Lagerführung, Rechnungsprüfung und Auswertungen. Betriebe sparen Zeit durch automatisierte Abläufe, reduzieren Fehler bei Bestellungen und gewinnen eine bessere Übersicht über Kosten und Bestände. Gerade bei Personalmangel ist das entscheidend, weil vorhandene Ressourcen gezielter eingesetzt werden können.

4. Wie schafft necta.one Transparenz in Einkauf, Lager und Produktion – und warum ist das für Entscheider:innen so entscheidend?

Klaus Dittel: Transparenz entsteht dann, wenn alle relevanten Daten zusammengeführt werden – und genau daran scheitert es in vielen Betrieben heute noch, weil Informationen in unterschiedlichen Systemen oder Abteilungen isoliert vorliegen. necta.one setzt genau hier an: Einkaufspreise, Lagerbestände, Produktionsmengen und betriebswirtschaftliche Kennzahlen werden in einer durchgängigen Plattform zusammengeführt und sind jederzeit konsistent verfügbar. Für Entscheider:innen bedeutet das: Sie können schneller reagieren, fundierter entscheiden und Entwicklungen frühzeitig erkennen, statt erst im Nachhinein auf fragmentierte Daten zu reagieren.

5. Wo spüren Mitarbeitende im operativen Alltag die größte Entlastung durch den Einsatz von necta.one?

Klaus Dittel: Die größte Entlastung spüren Mitarbeitende bei Routinetätigkeiten. Bestellungen sind schneller erledigt, Informationen müssen nicht mehr zusammengesucht werden und viele Schritte laufen automatisiert im Hintergrund. Das reduziert Abstimmungsaufwand und sorgt dafür, dass sich Teams stärker auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können.

6. Welche Rolle spielen Daten und Kennzahlen innerhalb der Lösung – und wie unterstützen sie fundierte wirtschaftliche Entscheidungen?

Klaus Dittel: Daten sind die Grundlage für jede wirtschaftliche Entscheidung. Die Herausforderung ist jedoch oft, dass sie in verschiedenen Systemen liegen und nicht konsistent verfügbar sind. Mit necta führen wir diese Daten zusammen und brechen Datensilos gezielt auf. Einkauf, Lager, Produktion und Controlling greifen auf dieselbe Datenbasis zu. Dadurch entstehen verlässliche, aktuelle Kennzahlen, die nicht erst manuell zusammengetragen werden müssen. Wichtig ist dabei nicht nur die Verfügbarkeit, sondern auch die Nutzbarkeit: Kennzahlen wie Wareneinsatz, Budgetabweichungen, Verbrauchsentwicklungen oder Preisveränderungen werden so aufbereitet, dass sie im Alltag direkt eingesetzt werden können. Für Betriebe bedeutet das einen entscheidenden Unterschied: Entscheidungen basieren nicht mehr auf Annahmen oder verzögerten Auswertungen, sondern auf aktuellen, durchgängigen Daten. So wird Steuerung im laufenden Betrieb möglich – und nicht erst im Nachhinein.

7. Inwiefern trägt necta dazu bei, Themen wie Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz messbar voranzubringen?

Klaus Dittel: Nachhaltigkeit wird erst dann greifbar, wenn sie messbar ist. Durch die Verbindung von Einkaufs-, Produktions- und Verbrauchsdaten können Betriebe gezielt erkennen, wo Ressourcen eingespart werden können – etwa bei Food Waste oder beim Einsatz von Zutaten. Gleichzeitig schaffen wir die Grundlage, um externe Daten, wie CO₂-Werte, in Prozesse zu integrieren und Nachhaltigkeit aktiv zu steuern.

8. Mit Blick in die Zukunft: Welche Rolle wird eine Lösung wie necta.one in den kommenden Jahren spielen – und was sollten Entscheider:innen heute bereits berücksichtigen?

Klaus Dittel: Die Anforderungen an Betriebe in der Gemeinschaftsverpflegung werden weiter steigen, wirtschaftlich, regulatorisch und technologisch. Gleichzeitig nimmt die Komplexität zu: mehr Daten, mehr Systeme, mehr Schnittstellen. Eine Lösung wie necta wird dabei zur zentralen Plattform, die genau diese Komplexität beherrschbar macht. Der entscheidende Unterschied ist: Wir denken nicht in einzelnen Funktionen, sondern in einem offenen, vernetzten Ökosystem, in dem Prozesse ineinandergreifen und Datensilos dauerhaft aufgelöst werden.

Das schafft die Grundlage, um neue Anforderungen flexibel abzubilden – sei es durch die Integration von Partnerlösungen, den Einsatz von KI oder die Nutzung zusätzlicher Datenquellen, etwa im Bereich Nachhaltigkeit oder Prognosen.

Für Entscheider:innen bedeutet das heute: Es geht nicht mehr nur darum, ein bestehendes System zu optimieren, sondern bewusst eine zukunftsfähige Struktur aufzubauen. Wer jetzt in eine offene, skalierbare Plattform investiert, schafft die Voraussetzung, um auch in den kommenden Jahren schnell reagieren, weiterentwickeln und wachsen zu können.